Potsdam.
Wie es wurde, was es ist.

Potsdam.

Wie es wurde, was es ist.

Eine Geschichte zu Potsdam? Gibt es nicht schon genug davon? Ob es genug davon gibt, müssen die entscheiden, die sich dafür interessieren, welch eigenartiges Gebilde dieses Potsdam an der Havel eigentlich ist. Was war das für eine steile Karriere: in nur 200 Jahren vom elenden Kaff hin zur Kaiserresidenz? Hier haben Könige ihre Macht je nach Belieben inszeniert, oder ausgetobt, in Stein gemeißelt oder in die Landschaft ausgebreitet. Wer hat ihnen dabei geholfen? Wer hat ihnen dabei geholfen? Und wie haben es die Potsdamer damals ausgehalten, als lebendige Menschen zu Statisten in einer prachtvollen Kulissenlandschaft gemacht zu werden?

Und wie sind spätere Generationen mit diesem zwiespältigen Erbe umgegangen? Die Antworten auf all diese Fragen ist Grund genug für immer neue Betrachtungen der Potsdamer Geschichte. Wir versuchen es in 10 Kapiteln.

Das Geschichtsbuch in Zahlen:

  • 280 Seiten
  • 145 Fotos
  • 12 Karten und Stadtpläne
  • 40 graf.Illustrationen

 

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Blick ins Buch

Buchpräsentation

„Potsdam. Wie es wurde, was es ist“

am Donnerstag, dem 3. Mai 2018, um 18:00 Uhr war im

Potsdam Museum - Forum für Kunst und Geschichte
Am Alten Markt 9, 14467 Potsdam
Telefon: (03 31) 289 68 68, www.potsdam-museum.de

der Autor Joachim Nölte zum Gespräch und anschließender Signierstunde eingeladen.

Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Förderverein des Potsdam Museums e.V. und der Buchhandlung Internationales Buch.
Plakat-Download ->

Zu Gast bei 89.2 Radio Potsdam

Zu Gast bei Potsdam TV

 

Am 2. Mai war der Autor Joachim Nölte zu Gast bei Potsdam TV. Beitrag anschauen >>

News:

Lesung in der Buchhandlung Victoriagarten

Am 4. September 2018 kamen nach Ladenschluss interessierte Leser in die Potsdamer Buchhandlung Victoriagarten, um eine Lesung aus „Potsdam. Wie es wurde was es ist“ zu erleben. Das Autor gab anfangs ein paar amüsante Einblicke in die Welt der Werbung und las dann die ersten Absätze aller zehn Kapitel und schloss kurzen Erläuterungen, wie es dann weitergeht, an.

Im Potsdamer Bildungsforum

Am 6. Dezember 2018 lud die Akademie „2. Lebenshälfte“ ins Potsdamer Bildungsforum am Platz der Einheit ein. Und die da kamen, waren nicht nur Senioren. Die eigentlich angekündigte Lesung aus „Potsdam. Wie es wurde, was es ist“ fiel aus, denn die vielen Fragen und Antworten über die Entstehungsgeschichte des Buches beanspruchten die vollen geplanten eineinhalb Stunden. 

Zwei barocke Stadterweiterungen:

  • lange Reihen schlichter Giebelhäusern

soll das etwa barock sein?

Römische Pracht in Potsdam:

  • die Residenz Friedrichs des Großen

inspiriert oder plagiiert?

Eine Siedlung sibirischer Blockhäuser:

  • Freundschaft mit Russland

wie war das möglich?

Kleist, Heine, Storm, Fontane:

  • sie waren alle in Potsdam

und schrieben darüber nichts?

In Potsdamer Kasernen:

  • Der Nachwuchs der Hohenzollern

als fesche Prinzengarde?

Die Babelsberger Traumfabrik:

  • über 100 Jahre Film

Komödie oder Tragödie?

Die Meinung der Medien

„geradezu spannend und höchst unterhaltsam… ein faszinierendes Kaleidoskop aus Bildern und Texten…“
(12.04.2018 Tagesspiegel)

„Ein schönes, bilderreiches, klug gegliedertes, gut geschriebenes Buch über die Geschichte Potsdams.“
(28./29. 4. 2018, Berliner Zeitung)

„Potsdam. Wie es wurde, was es ist“ lebt von der Freude am Detail und der bunten Erzählung“
(30. 4. 2018, Märkische Allgemeine Zeitung)

„Nunmehr hat der Autor ein Buch vorgelegt, das zeigt: Potsdam ist kein Fall für schnelle und knappe Antworten.“
(4. 5. 2018, Neues Deutschland)

„Man hat selten ein Buch in der Hand, das so vielfältig – neben der historischen Erzählung in zehn Kapiteln noch zahlreiche Themen- und Personenkästen, Überblick verschaffende Tabellen und Listen – und gleichzeitig so aus einem Guss ist. Ein großes Vergnügen.“
(28. 4. 2018, „Frankfurter Rundschau“)

Buchhandlung "Internationales Buch"


Wir sind stolz, daß eine der bestsortierten Buchhandlungen der Stadt unser komplettes Verlagssortiment im Angebot hat.

Daher empfehlen wir Ihnen gern die Buchhandlung "Internationales Buch" in der
Brandenburger Straße 41-42.

Potsdam.

Wie es wurde, was es ist. Das Taschenbuch.

Als ein Jahr nach Erscheinen der reich illustrierten Ausgabe von „Potsdam. Wie es wurde, was es ist“ die Bestände deutlich abnahmen, wurde eine Neuauflage erforderlich.
Dabei sollten Anregungen und Hinweise von Lesern und aus Leserdiskussionen einfließen. Eine Ergänzung ist die Fortschreibung der Geschichte in die 1990er Jahre hinein. 
Häufig stand die Frage, ob es nicht auch eine kostengünstigere Ausgabe dieser Potsdam-Geschichte geben kann. Daher hat sich der Verlag zu einem Taschenbuch entschlossen, das auf die farbigen Illustrationen verzichtet, eine handliche Größe aufweist und den vollen Text kompakt anbietet. Anstelle der Fotos und Stadtpläne bietet die Neuausgabe jeweils eine leicht karikierende Grafiken zu jedem Kapitel.
Als unterhaltende Zugabe wurde ein "Potsdamer ABC" aufgenommen, das auch als Hörbuch zur Verfügung steht.

Vorab - Die Meinung des Autors

An Potsdam scheiden sich die Geister.

Die einen sehen in Potsdam einen Ort voller Kunst, Kultur und Wissen, wo Stile geprägt, das Denken erweitert und Entdeckungen gemacht wurden. Für die anderen ist es der Hort des Militarismus, Ausgangspunkt mehrerer Kriege und Schauplatz dumpfen Untertanengeistes. Für jede dieser Ansichten gibt es steinerne Belege im Potsdamer Stadtbild. Welche Stadt in Deutschland kann in einer ganzen Schlösserlandschaft so viel Kunstsinn vorweisen? Und welche so viele Kasernen? Wer also hat recht? Vielleicht sogar beide!

Und da wird es spannend.

In den vergangenen Jahren hat sich ein weiterer Widerspruch hinzugesellt. Potsdamferne Leitmedien können sich nicht entscheiden, ob die Stadt ein einziges Jammertal ist, in dem der berühmte „Jammerossi“ in Plattensiedlungen am Stadtrand haust. Oder ob hier die blühenden Landschaften in barockem Gewand zu finden sind, finanziert von gnädigen Wohltätern und besiedelt von Kulturträgern westlicher Herkunft. Wir wollen uns in diesem Buch nicht den kurzatmigen Medienurteilen anschließen. Vielmehr wollen wir mit frischem Gemüt prüfen, was sich in der Stadt zugetragen hat und wollen fragen „Warum?“.

Potsdam, die einstige Residenz- und heutige Landeshauptstadt, erstaunt also immer wieder. Kaum eine Stadt hat so viele und dabei verschiedene Gesichter. Alle diese Gesichter haben ihren eigenen Charakter, der auf unterschiedliche Herkunft schließen lässt. Woher stammt diese Vielfalt? Und weiter: Wer hatte in den vergangenen Jahrhunderten in Potsdam das Sagen und wann wurden welche Richtungsentscheidungen getroffen? Dabei ließen sich aufzählen: 2 Kurfürsten, 7 Könige, 3 Kaiser, außerdem eine größere Anzahl von Stadtverordneten, einige Oberbürgermeister, ein Software-Unternehmer, TV-Promis und – mit unterschiedlichem Einfluss – diverse Parteien, Vereine, Interessengruppen.

Dieses Buch handelt in den ersten Kapiteln von Landesherren aus dem Hause Hohenzollern, die Potsdam mit allem, was sich darin bewegte, als ihr Privateigentum angesehen und behandelt haben. Das bekam der Stadt keinesfalls nur schlecht. Einige der Monarchen hatten zum großen Glück mehr Kunstsinn, als in dieser Berufsgruppe gemeinhin anzutreffen ist. Sie haben für Potsdam eigene Entwürfe geliefert und aus eigener Schatulle investiert. So wurden Träume verwirklicht, die zuweilen an Größenwahn grenzten. Wer nach Potsdam kam, sollte ein Wunder erleben. Und wir erleben es heute noch.

"Potsdam - wie es wurde, was es ist"

Ein Interview mit dem Autor

Der Verlag terra press bereitet ein reich bebildertes Buch über die über 1000-jährige Geschichte Potsdams vor. Es soll im Februar 2018 vorliegen. Wir fragen beim Autor Joachim Nölte nach, was uns erwartet.

Warum schon wieder ein Buch über den Alten Fritz?

Wie kommen Sie darauf? Das Buch hat 10 Kapitel. Eins davon handelt von Friedrich II. Und es ist nicht einmal das längste.

Welches ist denn das längste?

Das über die 45 Jahre zwischen 1945 und 1990.

Also vor allem über die DDR-Jahre?

Korrekt.

Warum waren Ihnen diese Jahre so wichtig?

Alle Potsdamer über - sagen wir mal - 35 Jahre sind irgendwie von der DDR-Zeit geprägt, egal wie es jeder Einzelne empfindet. Im Guten oder im Schlechten. Um sich damit auseinanderzusetzen, braucht es schon ein paar Seiten. Wir kommen an dieser Stelle nicht weiter, wenn wir die DDR auf drei Daten reduzieren: den 17. Juni 1953, den 13. August 1961 und den 9. November 1989.

Wer tut denn das?

Schauen Sie sich mal um, speziell im Internet.

Aber sie werden wohl nicht bestreiten, dass damals viel verbockt wurde, was das heutige Gesicht Potsdams betrifft.

Ich versuche, in der damalige Bautätigkeit auseinanderzuhalten: Was war allgemeiner Zeitgeist, der für den Osten ebenso galt wie für den Westen, was war DDR-typisch und was wurde in Potsdam daraus gemacht? Und dann bleibt die Frage: Welches Gesicht für Potsdam erstrebenswert ist, was ist der Maßstab für heutige Bewertungen? Wer bestimmt, was schön ist? Da differenziert sich manches.

Sie meinen, Potsdam ist Geschmacksache?

Und über Geschmack soll man bekanntlich nicht streiten.

Aber Sie tun da ja wohl in Ihrem Buch.

Keinesfalls. Sollte mich ein Leser dabei ertappen, Schönheitskriterien aufzustellen oder Schönheitszensuren zu verteilen, darf er sich gern bei mir beschweren.

Aber Sie können sich ja wohl nicht aus allem heraushalten.

Ich mische mich ein, indem ich Fakten zusammentrage, sie füge und vielleicht noch vergleiche. So biete ich den Lesern eine Handhabe, sich selbst eine Meinung zu erarbeiten. Mit Wertungen bin ich vorsichtig. Schon gar nicht mische ich mich in aktuelle Debatten ein.

Als Historiker treten Sie also nicht auf?

Ich bin kein Historiker. Die haben den beruflichen Ehrgeiz, neue Quellen zu finden und wissenschaftlich aufzuschließen sowie für gesellschaftliche Abläufe neue Ansätze zu finden. Da kann ich nicht mithalten. Ich bin einer, der Vorhandenes neu aufbereitet, der ungewohnte Zusammenhänge herstellt, der - hoffentlich - überraschende Zugänge zu einer spröde geglaubten Materien eröffnet. Und der vielleicht auch ein wenig unterhält.

Hier mischt sich also ein Laie in die wissenschaftliche Arbeit ein?

Wenn das Buch als Einmischung gesehen wird, liegt das wohl auch an Historikern, die aus meiner Sicht seit dem Friedrich-Jubiläum etwas verhaltener publizieren. Bedenken Sie, wie viel populärwissenschaftliche Literatur es zum Beispiel über medizinische Fragen gibt. Würde nicht zum Bestseller "Darm mit Charme" vielleicht "Gedichte über Geschichte" passen? Das war ein Scherz!

Was prädestinierte Sie, eine Geschichte über Potsdam zu schreiben?

Nicht viel. Vielleicht, dass ich den Mut dazu hatte, das Interesse und den Spaß daran. Bei mir hat sich in den vergangenen Jahren sehr viel über Potsdam angesammelt. Das wollte ich nicht für mich behalten.

Können Sie sich vorstellen, dass manch Potsdamer andere Erinnerungen hat als Sie das beschreiben?

Auf jeden Fall. Wie gesagt, ich strebe keine Allgemeingültigkeit an.

Und woher stammen die Bilder?

Zunächst ist zu sagen: Wir hatten im Verlag nie den Ehrgeiz, alles und jeden zu bebildern. Dazu kommt, dass wir mit den Illustrationen im Buch eine Spurensuche betreiben. Das heißt, es überwiegen Bilder aus dem heutigen Potsdam. Sie zeigen, wie es ist, und der Text beschreibt, wie es dazu kam.

Wenn man das Buch aufklappt, sieht man ein Stadtpanorama aus der Zeit um 1900. Wo stammt das her?

Das hat uns freundlicherweise das Potsdam Museum zur Verfügung gestellt.

Haben Sie inhaltliche Unterstützung bei der Stadtverwaltung gesucht?

Nein. Wir hatten nicht vor, eine offizielle Geschichte der Stadt vorzulegen. Das hätte es vielleicht werden müssen, wenn wir die derartige Unterstützung gesucht hätten. Es gab allerdings sehr freundliche Unterstützung bei der Bildersuche vom Potsdam Museum.

Zum Schluss: Warum eigentlich nur ein Kapitel über Friedrich den Großen?

Weil er uns fast nur in seiner Rolle als Bauherr in Potsdam interessierte. Die ist überschaubar und nicht nur positiv. Immerhin ist er als siegreicher Feldherr zum "Großen" geworden, nicht wegen Sanssouci.